Myom OP

Was sind Myome?

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Myome sind gutartige Veränderungen, die von der Gebärmutterwand (Myometrium) ausgehen. Sie entstehen aus den Muskelzellen der Gebärmutterwand und sind gegen die normale Gebärmutterwand durch eine Kapsel abgegrenzt.

Ausführliche Informationen zur Entstehung von Myomen, Symptome, Diagnostik und Therapie finden Sie auf unserer Homepage.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Myomen?

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Myome, die keine Beschwerden verursachen und Myome, die kein schnelles Wachstum zeigen, müssen nicht behandelt werden. Bei Myomen, die Beschwerden verursachen, hängt die Therapie von folgenden Faktoren ab:

  • Welche Beschwerden werden durch die Myome verursacht?
  • Wo sitzen die Myome?
  • Wie groß sind die Myome
  • Besteht Kinderwunsch?
  • Soll die Gebärmutter erhalten werden?
  • Welche Therapie wünscht die betroffene Patientin?

 

Folgende Therapien sind bei Myomen möglich:

  • Operation
  • Medikamente
  • Embolisation
  • Radiofrequenztherapie
  • Fokussierter Ultraschall

 

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Therapiemöglichkeiten sowie Risiken und Nebenwirkungen finden Sie auf unserer Homepage.

Wann ist eine Operation bei Myomen notwendig?

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Die Notwendigkeit einer Operation hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Operation bei Myomen kann aus folgenden Gründen notwendig sein:

  • Größe und Wachstum: Große Myome oder solche, die schnell wachsen, können operativ entfernt werden, insbesondere wenn sie Beschwerden verursachen.
  • Symptome: Starke oder anhaltende Symptome, die mit Myomen in Verbindung stehen, wie starke Menstruationsblutungen, anhaltende Beckenschmerzen oder Druckgefühl, können ein Grund für eine Operation sein.
  • Ort des Myoms: Submuköse Myome (Myome die in das Innere der Gebärmutterhöhle hineinwachsen) können stärkere Blutungen und Schmerzen verursachen und sind häufiger ein Grund für eine operative Entfernung.
  • Unfruchtbarkeit und Schwangerschaftsprobleme: Myome können in einigen Fällen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder zu Komplikationen während der Schwangerschaft führen. In solchen Fällen kann eine Operation in Erwägung gezogen werden.
  • Komplikationen: Selten können Myome zu Komplikationen wie Verdrehung, Degeneration oder Anämie (Blutarmut) aufgrund von übermäßiger Blutung führen.
  • Unsicherheit über die Art eines Tumors: Wenn es Unsicherheit darüber gibt, ob die Veränderung wirklich ein Myom oder ein anderer Typ von Tumor ist, kann eine chirurgische Entfernung und histologische (feingewebliche) Untersuchung notwendig sein.

Welche Arten von Myom Operationen gibt es?

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  • Laparoskopie (Bauchspiegelung, „Knopf-Loch-Chirurgie“)

Am häufigsten werden Myome mittels Laparoskopie operativ entfernt. Diese Operationstechnik wird bei Myomen die in der Wand der Gebärmutter oder an der Oberfläche der Gebärmutter sitzen, angewandt. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Operationstechnik, mögliche Risiken und Komplikationen und was nach der Operation zu beachten ist, können Sie weiter unten lesen.

  • Bauchschnitt

Bei sehr großen Myomen (über 10cm im Durchmesser) oder bei sehr vielen Myomen kann für die Entfernung der Myome ein Bauchschnitt notwendig sein. Der Bauchschnitt wird ähnlich wie beim Kaiserschnitt als sogenannter „Bikini-Schnitt“ (knapp oberhalb der Schambehaarung) durchgeführt. Die Operation kann in Vollnarkose oder Teilnarkose („Kreuzstich“, PDA) durchgeführt werden. Operationstechnik, mögliche Risiken und Komplikationen und was nach der Operation zu beachten ist, können Sie weiter unten lesen.

  • Gebärmutterhöhlenspiegelung (Hysteroskopie)

Myome, die in der Gebärmutterhöhle unmittelbar unter der Schleimhaut liegen, werden mittels Gebärmutterhöhlenspiegelung entfernt. Diese Operation wird von der Scheide aus durchgeführt und erfolgt in Vollnarkose. Operationstechnik, mögliche Risiken und Komplikationen und was nach der Operation zu beachten ist, können Sie weiter unten lesen.

  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Bei abgeschlossenem Kinderwunsch und wenn die betroffene Patientin das wünscht, kann bei Myomen auch eine Entfernung der gesamten Gebärmutter als definitive Therapie durchgeführt werden. Je nach Größe und Beweglichkeit der Gebärmutter sowie abhängig von entsprechenden Voroperationen kann die Gebärmutterentfernung durch die Scheide, mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder Bauchschnitt durchgeführt werden. Operationstechnik, mögliche Risiken und Komplikationen und was nach der Operation zu beachten ist, lesen Sie im Kapitel Gebärmutterentfernung auf dieser Homepage.

Wie wird die Myom OP durchgeführt?

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Laparoskopie (Bauchspiegelung, „Knopflochchirurgie)

Am häufigsten erfolgt die Myom OP mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie, „Knopflochchirurgie“). Diese Operationstechnik wird bei Myomen die in der Gebärmutterwand (intramurale Myome) oder unter der Oberfläche der Gebärmutter (subseröse Myome) liegen, angewendet.

  • Vorbereitung: In einem Vorgespräch wird die Patientin über den Ablauf der Bauchspiegelung informiert sowie das Vorgehen bei der Operation und mögliche Risiken besprochen.
  • Anästhesie (Narkose): Die Bauchspiegelung wird in Vollnarkose durchgeführt.
  • Desinfektion und Harnkatheder: Unter Vollnarkose wird das Operationsgebiet desinfiziert und steril abgedeckt. Ein Harnkatheder sorgt dafür, dass die Harnblase während der Operation leer bleibt und dadurch das Operationsgebiet im Becken nicht durch eine volle Harnblase beeinträchtigt wird (der Harnkatheder wird nach der Operation, sobald man wieder mobil ist, entfernt)
  • Aufblasen des Bauchraums: Für die Bauchspiegelung wird ein zirka 10 bis 20 Millimeter kleiner Hautschnitt im Nabel gesetzt. Durch diese Öffnung wird eine dünne Kanüle (Veres-Nadel) oder ein kleines 10mm dickes Röhrchen (Trokar) in den Bauch eingeführt und der Bauchraum mit Kohlendioxidgas (CO2) gefüllt. Dadurch hebt sich die Bauchdecke, was dem Chirurgen mehr Platz zum Arbeiten verschafft und der gesamte Bauchraum und das Becken kann damit besser eingesehen werden. Durch das Röhrchen (Trokar) im Nabel wird die Kamera (das Laparoskop) in die Bauchhöhle eingebracht.
  • Durchführung der Operation (Laparoskopie): Durch das Röhrchen (Trokar) im Nabel wird die Kamera (das Laparoskop) in die Bauchhöhle eingebracht. Der Frauenarzt verwendet das Laparoskop, um sich die Organe im gesamten Bauchraum anzusehen. Unter optischer Kontrolle können in der Folge weitere Trokare (üblicherweise im Unterbauch, 5mm bis 15mm kleine Schnitte, meist zwei bis drei Trokare) eingesetzt und über diese dann die chirurgischen Instrumente eingeführt werden. Mit diesen Instrumenten wird dann die erforderliche Operation unter Sicht auf einen Monitor durchgeführt.
  • Myom OP: Am Beginn der Operation wird der gesamte Bauchraum beurteilt. Vor der Operation wurde bereits die Größe, die Anzahl und der Sitz der Myome beurteilt. Die Myome besitzen eine Kapsel, die meist stärker durchblutet ist. Um den Blutverlust möglichst gering zu halten, wird in diese Kapsel ein Medikament eingespritzt, das die Durchblutung vorübergehend vermindert. Danach wird die Kapsel der Myome aufgeschnitten, das Myom herausgeschält und die Wunde in der Gebärmutterwand wieder vernäht. Das Myom kann aus dem Bauchraum durch die Erweiterung von einem der kleinen Schnitte, in einem Bergesack oder durch Zerkleinerung (Morcellieren) des Myoms in der Bauchhöhle entfernt werden.
  • Erweiterung des Eingriffs: Das gesamte Ausmaß der Erkrankung ist selten erst während der Bauchspiegelung zu erkennen. Dann kann es in sehr seltenen Fällen notwendig werden, den Eingriff erheblich zu erweitern (eventuell Umsteigen auf einen offenen Bauchschnitt, sehr selten Entfernung der Gebärmutter). Auch ein Abbruch der Operation kann bei einer unerwarteten Situation eine Möglichkeit sein. Wenn Ihr Frauenarzt mit einer Erweiterung des geplanten Eingriffs rechnet, wird er Sie über Vor- und Nachteile, mögliche Risiken und Langzeitfolgen der zusätzlichen Maßnahmen vor der Operation gesondert aufklären. Wird die Erweiterung der Operation hingegen erst aufgrund von Komplikationen (z.B. stärkeren Blutungen) während des Eingriffs medizinisch erforderlich, und besteht keine andere Wahl mehr, darf der Arzt Ihr Einverständnis für diese Maßnahme voraussetzen.
  • Prüfung der Eileiterdurchgängikeit (Chromopertubation): Bei unerfülltem Kinderwunsch kann im Rahmen der Operation auch die Eileiterdurchgängigkeit geprüft werden. Ein blauer Farbstoff (meist Methylenblau) wird durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter und dann in die Eileiter eingeführt. Bei der Bauchspiegelung wird beobachtet, ob der Farbstoff aus den Enden der Eileiter in die Bauchhöhle fließt. Wenn der Farbstoff frei aus dem Ende eines Eileiters austritt, gilt dieser als durchgängig. Wenn der Farbstoff nicht austritt, kann dies auf eine Blockade des Eileiters hindeuten.
  • Abschluss und Nachsorge: Nach Abschluss des Eingriffs werden die Instrumente entfernt, das gesamte Gas aus dem Bauchraum entfernt, die Trokare entfernt und die kleinen Einschnitte genäht und mit medizinischen Klebestreifen verschlossen. Das bei der Operation entfernte Gewebe wird zur mikroskopischen (feingeweblichen, histologischen) Untersuchung eingesendet.  Anschließend erfolgt für meist ein bis zwei Stunden eine Überwachung auf der Aufwachstation bis der Kreislauf und die Atmung nach der Narkose wieder normal sind. Nach der Operation kann man wieder Essen und Trinken sobald man munter ist. Das erste Mal Aufstehen sollte mit der betreuenden Krankenschwester erfolgen, um ein Stürzen bei eventuell noch etwas instabilem Kreislauf zu vermeiden. Sobald die Patientin wieder gut mobil ist, kann der Harnkatheder entfernt werden.

 

Da die Bauchspiegelung minimalinvasiv ist, sind die Erholungszeit und die Narbenbildung im Vergleich zu offenen Operationen in der Regel geringer.

 

Bauchschnitt

Bei sehr großen Myomen (über 10cm im Durchmesser) oder bei sehr vielen Myomen kann für die Entfernung der Myome ein Bauchschnitt notwendig sein. Der Bauchschnitt wird ähnlich wie beim Kaiserschnitt als sogenannter „Bikini-Schnitt“ (knapp oberhalb der Schambehaarung) durchgeführt. Die Operation kann in Vollnarkose oder Teilnarkose („Kreuzstich“, PDA) durchgeführt werden. Nach Eröffnen der Bauchhöhle werden die Größe und der Sitz der Myome beurteilt. Die Myome besitzen eine Kapsel, die meist stärker durchblutet ist. Um den Blutverlust möglichst gering zu halten, wird in diese Kapsel ein Medikament eingespritzt, das die Durchblutung vorübergehend vermindert. Danach wird die Kapsel der Myome aufgeschnitten, das Myom herausgeschält und die Wunde in der Gebärmutterwand wieder vernäht. Nachdem alle Myome entfernt wurden, wird die Bauchdecke wieder verschlossen.

 

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Myome, die in der Gebärmutterhöhle unmittelbar unter der Schleimhaut liegen (submuköse Myome), werden mittels Gebärmutterhöhlenspiegelung entfernt. Diese Operation wird von der Scheide aus durchgeführt und erfolgt üblicherweise in Vollnarkose.

  • Einführen des Spekulums: Ähnlich wie bei einer gynäkologischen Untersuchung wird ein Spekulum in die Vagina eingeführt, um den Gebärmutterhals sichtbar zu machen.
  • Erweiterung des Gebärmutterhalskanals: Um Zugang zur Gebärmutter zu erhalten, wird der Gebärmutterhalskanal vorsichtig mit Stiften in zunehmender Dicke (Hegarstifte, Dilatatoren) aufgedehnt.
  • Gebärmutterhöhlenspiegelung: Ein optisches Instrument (Hysteroskop) wird dabei über Scheide und Gebärmutterhalskanal in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Durch das Einbringen einer Flüssigkeit (physiologische Kochsalzlösung) wird die Gebärmutterhöhle komplett entfaltet und lässt sich dadurch optimal untersuchen.  Das Hysteroskop ist ein dünnes Röhrchen mit einer Lichtquelle und einer Kamera am Ende. Über einen Monitor, der mit der Kamera verbunden ist, kann das Innere der Gebärmutterhöhle betrachtet werden und die Operation in der Gebärmutterhöhle durchgeführt werden. Die Myome werden mit einer Elektroschlinge aus der Gebärmutterhöhle entfernt.
  • Erweiterung des Eingriffs: Sehr selten kann es während des Eingriffs erforderlich werden, zusätzlich eine Bauchspiegelung durchzuführen, um eventuell mögliche Verletzungen (z.B. Gebärmutterdurchstoßung und Verletzung von umliegenden Organen) frühzeitig zu erkennen und zu behandeln oder stärkere Blutungen zu stillen. Wird die Bauchspiegelung erst aufgrund von Komplikationen während des Eingriffs medizinisch erforderlich, und besteht keine andere Wahl mehr, darf die Ärztin/der Arzt Ihr Einverständnis in diese Maßnahme voraussetzen.
  • Abschluss und Nachsorge: Nach dem Entfernen des Hysteroskops wird der Eingriff abgeschlossen. Das entfernte Gewebe wird zur mikroskopischen (feingeweblichen, histologischen) Untersuchung eingesendet.  Anschließend erfolgt für meist ein bis zwei Stunden eine Überwachung auf der Aufwachstation bis der Kreislauf und die Atmung nach der Narkose wieder normal sind. Nach der Operation kann man wieder Essen und Trinken sobald man munter ist. Das erste Mal Aufstehen sollte mit der betreuenden Krankenschwester erfolgen, um ein Stürzen bei eventuell noch etwas instabilem Kreislauf zu vermeiden. Vor der Entlassung wird darauf geachtet, dass ein normales Wasserlassen möglich ist. Üblicherweise kann die Patientin nach einer kurzen Erholungszeit bzw. Überwachung im Krankenhaus einige Stunden nach der Operation nach Hause gehen. Bei einer Vollnarkose ist man für 24 Stunden nicht fahrtüchtig und sollte sich auf jeden Fall von einer erwachsenen Begleitperson abholen lassen.

 

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Bei abgeschlossenem Kinderwunsch und wenn die betroffene Patientin das wünscht, kann bei Myomen auch eine Entfernung der gesamten Gebärmutter als definitive Therapie durchgeführt werden. Je nach Größe und Beweglichkeit der Gebärmutter sowie abhängig von entsprechenden Voroperationen kann die Gebärmutterentfernung durch die Scheide, mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder Bauchschnitt durchgeführt werden. Operationstechnik, mögliche Risiken und Komplikationen und was nach der Operation zu beachten ist, lesen Sie im Kapitel Gebärmutterentfernung auf dieser Homepage.

Welche Narkose ist notwendig?

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Die Myom Operationen werden üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt. Die Bauchspiegelung ist nur in Vollnarkose möglich. Die Operation mit einem Bauchschnitt und die Gebärmutterspiegelung kann in besonderen Ausnahmefällen auch mit einer Teilnarkose (Spinalanästhesie/peridural Anästhesie PDA) durchgeführt werden.

Ist die Myom OP schmerzhaft?

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Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Nein, eine Bauchspiegelung wird unter Vollnarkose durchgeführt, sodass die Patientin während des Eingriffs keine Schmerzen empfindet.

Nach dem Eingriff kann es jedoch zu leichten bis mäßigen Schmerzen oder Unwohlsein kommen, insbesondere an den Stellen, an denen die kleinen Einschnitte gemacht wurden. Diese Beschwerden sind normalerweise eher mild und können mit Schmerzmitteln gut kontrolliert werden. Die Schmerzen treten v.a. in den ersten 24 Stunden nach der Operation auf

Welche Schmerzen sind zu erwarten:

  • Wundschmerzen im Bereich der kleinen Schnitte (am ehesten im Bauchnabel)
  • Das Gefühl einen „Muskelkater“ im Bereich der Bauchmuskeln zu haben (bedingt durch das Aufblasen des Bauches während der Operation)
  • Schmerzen im Bereich des Rippenbogens
  • Druckgefühl im Bereich des Brustkorbs
  • Gefühl, nicht ganz durchatmen zu können
  • Schmerzen oder Verspannungsgefühl im Nacken- und Schulterbereich.

Die Ausprägung der Schmerzen ist meist gering bis mäßig und individuell sehr unterschiedlich. Mit Schmerzmittel und pflegerischen Maßnahmen können die Schmerzen sehr gut kontrolliert werden.

 

Bauchschnitt

Selten ist ein Bauschnitt (Laparotomie) notwendig. Bei einem Bauchschnitt sind etwas mehr Schmerzen und eine längere Heilungsphase zu erwarten.

 

Gebärmutterspiegelung

Die Gebärmutterspiegelung ist nicht schmerzhaft, sofern die Gebärmutterspiegelung in Vollnarkose oder Teilnarkose durchgeführt wird. Nach der Gebärmutterspiegelung sind keine oder nur geringe Schmerzen (üblicherweise ein leichtes Ziehen im Unterbauch) zu erwarten.

Welche Narben habe ich nach einer Myom OP?

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Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Bei einer operativen Bauchspiegelung sind meist 3 bis 4 kleine Schnitte im Bauch notwendig. Neben dem Schnitt im Nabel (10mm bis 20mm) werde im Unterbauch links, rechts und eventuell in der Mitte noch zusätzliche Schnitte (5mm-15mm) durchgeführt. Diese Wunden werden meist mit einer sogenannten Intrakutannaht (einer Naht in der Haut) genäht und dann mit medizinischen Klebestreifen (SteriStrips) verschlossen. Die Nähte lösen sich selbst auf und müssen nicht entfernt werden. Die medizinischen Klebestreifen werden üblicherweise 1 Woche nach der Operation beim Hausarzt entfernt.

 

Bauchschnitt

Der Bauchschnitt wird ähnlich wie beim Kaiserschnitt als sogenannter „Bikini-Schnitt“ (knapp oberhalb der Schambehaarung) durchgeführt. Die Länge der Narbe ist meist zwischen 15cm und 20cm.

Sehr selten ist bei sehr großen Myomen ein Längsschnitt (vom Schambein bis zum Nabel) notwendig.

 

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Bei einer Gebärmutterspiegelung entstehen keine Narben.

Welche Risiken bestehen bei einer Myom OP?

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Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Eine Bauchspiegelung ist ein häufig durchgeführter medizinischer Eingriff. Trotz größter Sorgfalt können wie bei jedem medizinischen Verfahren auch bei einer Bauchspiegelung Risiken und mögliche Komplikationen auftreten. Komplikationen bei der Bauchspiegelung sind selten bis sehr selten.

  • Infektionen: Selten kommt es zu einer Infektion nach einer Bauchspiegelung. Entzündungen der Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke oder Harnblase können auch mehrere Tage nach dem Eingriff auftreten. Diese Infektionen sind antibiotisch meist gut beherrschbar. Anzeichen einer Infektion können Fieber, starke Schmerzen oder vermehrter Ausfluss sein.
  • Blutungen: Selten kann es zu inneren oder äußeren Blutungen kommen, die möglicherweise einen weiteren chirurgischen Eingriff oder die Gabe von Blutkonserven erfordern.
  • Verletzung umliegender Organe: Sehr selten kann es zur Verletzung anderer Organe, z.B. Darm, Harnblase, Eileiter, Eierstock, Gebärmutter, Blutgefäße oder Nerven kommen, die möglicherweise eine operative Versorgung mit der Eröffnung der Bauchhöhle notwendig machen. Vor allem nach Darmverletzungen können schwere, lebensgefährliche Komplikationen auftreten (z.B. Bauchfellentzündung, Fistelbildung) und eine Operation mit Eröffnen des Bauchraums – u.U. sogar sehr selten einen künstlichen Darmausgang – notwendig machen. Harnleiter- oder Harnblasenverletzungen können einen zeitweise unkontrollierten Harnabgang über die Scheide (Fistelbildung) verursachen und Nachoperationen erfordern.

Das Risiko für Verletzungen der umliegenden Organe ist erhöht, wenn durch Entzündungen, Vorerkrankungen oder Voroperationen im Bauchraum ausgedehnte Verwachsungen bestehen. Selten wird eine Verletzung nicht gleich erkannt, dann ist eine Folgeoperation notwendig.

  • Probleme durch das Gas: Für die Bauchspiegelung wird Kohlendioxidgas in den Bauchraum eingeleitet, um eine bessere Sicht zu erhalten. Am Ende der Operation wird das Gas komplett aus dem Bauchraum entfernt. Das verwendete Gas kann vorübergehende Beschwerden verursachen. Ein Druckgefühl oder Schmerzen beim Atmen im Bereich der Schultern-Nacken-Region sowie ein Knistern der Haut klingen meist nach einigen Tagen völlig ab.
  • Narbenbruch: Sehr selten kann infolge von Wundheilungsstörungen oder starker mechanischer Belastung ein Narbenbruch auftreten, der eine neuerliche Operation notwendig macht.
  • Narbe: Sehr selten kann es zu einer überschießenden Narbenbildung kommen, die kosmetisch und/oder funktionell störend sein kann.
  • Narkosekomplikationen: Selten können Komplikationen im Zusammenhang mit der Anästhesie auftreten, wie allergische Reaktionen, Atemprobleme oder Herz-Kreislauf-Probleme. Diese Risiken werden vor der Operation gesondert mit dem Narkosearzt besprochen.
  • Harnverhalten: Selten kann das Wasserlassen in den ersten Stunden nach der Operation erschwert oder unmöglich sein. Dies kann aber durch einen vorübergehenden Blasenkatheter in den meisten Fällen problemlos behandelt werden.
  • Thrombose/Embolie: Thrombosen und/oder Embolien bei oder nach einer Bauchspiegelung sind sehr selten. Bilden sich Blutgerinnsel oder werden sie verschleppt und verschließen ein Blutgefäß, kann dies schwerwiegende Folgen haben (z.B. Lungenembolie, Schlaganfall, Herzinfarkt).
  • Lagerunsschäden: Haut-, Gewebe- oder Nervenschäden durch die Lagerung und eingriffsbegleitende Maßnahmen (z.B. Einspritzungen, Desinfektionen, elektrischer Strom) sind selten. Mögliche Folgen können Schmerzen, Entzündungen, Absterben von Gewebe, Narben sowie Empfindungs-, Funktionsstörungen oder Lähmungen sein.
  • Verwachsungen im Bauchraum: Verwachsungen können auch noch lange Zeit nach der Operation zu Schmerzen, Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und selten zu einem Darmverschluss führen. Eine neuerliche Operation kann dadurch notwendig sein.
  • Schwangerschaft nach Myom OP: Nach einer Myom Operation ist das Risiko des Einreißens der Gebärmutterwand während der Schwangerschaft oder während der Geburt etwas erhöht. Das Risiko hängt von der Größe und der Tiefe der Narbe nach der Myom Operation ab. Ihr Operateur wird mit Ihnen nach der Operation die Empfehlung für den Geburtsmodus im Falle einer Schwangerschaft (Geburt durch die Scheide oder Kaiserschnitt) besprechen.
  • Bösartige Tumore (Sarkome): Dass vermeintliche Myome bösartig sind, kommt sehr selten vor (ca. 0,5% aller Myome die operativ entfernt werden). Bösartige Veränderungen lassen sich durch die Voruntersuchungen (Ultraschall, MRI) nicht eindeutig von Myomen unterscheiden. Falls unerwartet ein Sarkom oder eine andere bösartige Erkrankung der Gebärmutter vorliegt und bei der Operation zerkleinert (morcelliert) wird, kann die feingewebliche Untersuchung erschwert sein und es können Tumorzellen in der Bauchhöhle verschleppt werden und dadurch die Lebenserwartung deutlich reduziert werden.
  • Neue Myome: selten können nach Zerkleinerung von gutartigen Myomen (Morcellement) durch Verschleppung von Zellen auch neue Myome im Bauchraum entstehen.

 

Im Aufklärungsgespräch vor der Operation werden sowohl der Ablauf der Operation als auch mögliche Risiken und Erweiterungen des Eingriffs besprochen. Vor jedem Eingriff wird eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiken vorgenommen, um die bestmögliche Entscheidung für die individuelle Situation der Patientin zu treffen. Für jede Patientin ist es wichtig im Aufklärungsgespräch für die geplante Operation nach allem zu fragen, was unklar ist und persönlich wichtig erscheint.

 

Bauchschnitt

Bei einer Myom OP mit Bauchschnitt bestehen dieselben Risiken wie bei einer Bauchspiegelung. Auf Grund der größeren Narbe sind etwas mehr Schmerzen und einer längerer Heilungsverlauf zu erwarten.

 

Gebärmutterspiegelung

Eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) ist ein häufig durchgeführter medizinischer Eingriff. Trotz größter Sorgfalt können wie bei jedem medizinischen Verfahren auch bei einer Gebärmutterspiegelung Risiken und mögliche Komplikationen auftreten. Komplikationen bei der Gebärmutterspiegelung sind selten bis sehr selten.

  • Infektionen: Selten kommt es zu einer Infektion nach einer Gebärmutterspiegelung. Entzündungen der Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke oder Harnblase können auch mehrere Tage nach dem Eingriff auftreten. Diese Infektionen sind antibiotisch meist gut beherrschbar. Anzeichen einer Infektion können Fieber, starke Schmerzen oder vermehrter Ausfluss sein.
  • Blutungen: Leichte Blutungen sind nach einer Gebärmutterspiegelung normal. Jedoch können starke oder langanhaltende Blutungen auf ein Problem hinweisen. Es besteht auch das Risiko von Verletzungen der Blutgefäße während des Eingriffs, was zu verstärkten Blutungen führen kann.
  • Verletzung der Gebärmutterwand: Selten sind Verletzungen der Gebärmutterwand (Durchstoßung, Perforation) durch die verwendeten Instrumente. Diese Verletzungen sind meist ungefährlich. Üblicherweise wird die Patientin für 24 Stunden nachbeobachtet mit Kontrolle der Laborwerte und antibiotischer Abschirmung, um einer Infektion vorzubeugen. In der Regel sind keine weiteren Behandlungen notwendig.
  • Verletzung umliegender Organe: Sehr selten kann es zur Verletzung anderer Organe, z.B. des Darmes oder der Blase oder der Blutgefäße kommen, die möglicherweise eine operative Versorgung mit der Eröffnung der Bauchhöhle notwendig machen. Selten wird eine Verletzung nicht gleich erkannt, dann ist eine Folgeoperation notwendig.
  • Verwachsungen: Sehr selten kommt es zu Verwachsungen, Verklebungen oder Narbenbildung in der Gebärmutterhöhle. Folge dieser Verwachsungen können eine Störungen der Monatsblutung über Empfängnisschwierigkeiten bis hin zu dauerhaft ausbleibender Monatsblutung mit schwer behandelbarer Unfruchtbarkeit sein (Asherman-Syndrom).
  • Spülflüssigkeit: Durch die beim Eingriff verwendete Spülflüssigkeit kann der Blutkreislauf belastet werden. Falls zu viel Flüssigkeit vom Körper aufgenommen wird, kann der Abbruch der Operation sowie die Behandlung mit ausschwemmenden Medikamenten und die Einlag eines Harnblasenkatheders notwendig In äußerst seltenen Fällen kann eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme zum Lungen­ und/oder Hirnödem führen. Dies kann eine intensivmedizinische Therapie mit Beatmung erfordern.
  • Narkosekomplikationen: Falls die Gebärmutterspiegelung unter Vollnarkose oder Teilnarkose durchgeführt wird, können selten Komplikationen im Zusammenhang mit der Anästhesie auftreten, wie allergische Reaktionen, Atemprobleme oder Herz-Kreislauf-Probleme.
  • Harnverhalten: Selten kann das Wasserlassen in den ersten Stunden nach der Operation erschwert oder unmöglich sein. Dies kann aber durch einen vorübergehenden Blasenkatheter in den meisten Fällen problemlos behandelt werden.
  • Veränderungen im Menstruationszyklus: Bei manchen Frauen kann eine operative Hysteroskopie vorübergehende Veränderungen im Menstruationszyklus verursachen, die jedoch üblicherweise keiner Behandlung bedarf.
  • Thrombose/Embolie: Thrombosen und/oder Embolien bei oder nach einer Gebärmutterspiegelung sind sehr selten. Bilden sich Blutgerinnsel oder werden sie verschleppt und verschließen ein Blutgefäß, kann dies schwerwiegende Folgen haben (z.B. Lungenembolie, Schlaganfall, Herzinfarkt).
  • Lagerunsschäden: Haut-, Gewebe- oder Nervenschäden durch die Lagerung und eingriffsbegleitende Maßnahmen (z.B. Einspritzungen, Desinfektionen, elektrischer Strom) sind selten. Mögliche Folgen können Schmerzen, Entzündungen, Absterben von Gewebe, Narben sowie Empfindungs-, Funktionsstörungen oder Lähmungen sein.

 

Im Aufklärungsgespräch vor der Operation werden sowohl der Ablauf der Operation als auch mögliche Risiken besprochen. Vor jedem Eingriff wird eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiken vorgenommen, um die bestmögliche Entscheidung für die individuelle Situation der Patientin zu treffen.

Wie lange bin ich bei einer Myom OP im Krankenhaus?

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Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Die stationäre Aufnahme für die Operation erfolgt entweder am Tag vor der Operation oder am Operationstag selbst. Bei der Bauchspiegelung ist der stationäre Aufenthalt nach der Operation abhängig davon, wie ausgedehnt oder „groß“ die Operation war, beträgt jedoch meist ein bis drei Tage. Vor der Entlassung muss auf jeden Fall gewährleistet sein, dass die Patientin gut mobil ist, Harnlassen problemlos funktioniert, Atmung und Kreislauf stabil sind und mögliche Schmerzen mit Schmerztabletten gut kontrolliert werden können.

 

Bauchschnitt

Bei einem Bauchschnitt ist die Heilungsphase und damit auch der stationäre Aufenthalt im Vergleich zu einer Bauchspiegelung deutlich länger (meist 5 bis 7 Tage).

 

Gebärmutterspiegelung

Die Gebärmutterspiegelung wird üblicherweise als ambulanter oder tagesklinischer Eingriff durchgeführt. Der Aufenthalt im Krankenhaus ist daher meist nur einige Stunden bis höchstens einen Tag, sofern keine Komplikationen auftreten.

Was muss ich vor der Myom OP beachten?

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Vor einer Myom OP sind verschiedene Vorbereitungen erforderlich, um den Eingriff sicher und effizient durchzuführen. Die spezifischen Anweisungen können je nach Krankenhaus variieren, aber im Allgemeinen sollten die folgenden Richtlinien beachtet werden:

  • Nüchtern: Mindesten 6 Stunden vor der Operation (meist von Mitternacht an), nichts mehr Essen, Trinken oder Rauchen
  • Schmuck, Make-up, Kontaktlinsen entfernen: Vor der Operation unbedingt Piercings, Schmuck, Make-up, Kontaktlinsen und Nagellack (wenn möglich) entfernen
  • Kein Aspirin: Aspirin oder aspirinhältige (acetylsalicylhältige) Medikamente dürfen 7 Tage vor der Operation nicht mehr eingenommen werden. Aspirin führt zur Blutverdünnung und die Wirkung von Aspirin hält bis zu 7 Tage an. Sollten sie sonstige blutverdünnende Medikamente nehmen, sollten diese nach Rücksprache mit dem betreuenden Arzt vor der Operation umgestellt werden.
  • Nabel: der Nabel sollte vor einer Bauchspiegelung gereinigt werden.
  • Darmvorbereitung: Eine Darmvorbereitung ist bei einer Bauchspiegelung nicht notwendig.

Was muss ich nach der Myom OP beachten?

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Jede Operation ist für den Körper eine gewisse Belastung, wobei die Erholungszeit von Patientin zu Patientin unterschiedlich ist. Der Sinn der Empfehlungen für das Verhalten nach einer Operation ist Komplikationen zu vermeiden und die Regeneration zu fördern.

Nach einer Myom Operation sollte man folgendes beachten:

  • Keine Vollbäder und nicht schwimmen für zumindest 3 Wochen nach der Operation, damit die Wunden gut abheilen können. (Bei Bauchschnitt 6 Wochen)
  • Kein Geschlechtsverkehr für 6 Wochen nach der Operation. (Bei Gebärmutterspiegelung 3 Wochen)
  • Keine Tampons für zumindest 3 Wochen nach der Operation, um das Infektionsrisiko gering zu halten.
  • Körperliche Schonung wird üblicherweise für zwei bis drei Woche nach der Bauchspiegelung empfohlen. Körperliche Schonung heißt, dass eine Belastung wie z.B. Spazierengehen oder Heben von bis zu 5kg möglich ist. Sofern keine Kreislaufbeschwerden bestehen und Sie sich wohl fühlen, ist spätestens drei Woche nach der Operation Sport, Heben ohne Einschränkung und Arbeiten wieder möglich. Bei einem Bauschnitt gilt diese Empfehlung für 6 Wochen.
    Bei einer Bauchspiegelung gilt diese Empfehlung für 1 Woche.
  • Beobachtung von Symptomen: Achten Sie auf ungewöhnliche Symptome wie anhaltende starke Schmerzen, Fieber, ungewöhnlicher Ausfluss, Veränderungen der Bauchwand (wie z.B. Schwellung, Rötung, Schmerzen), Übelkeit, Erbrechen, Blasenfunktionsstörungen, Atemnot oder andere Anzeichen von Komplikationen. Bei solchen Symptomen sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.
  • Kontrolle: Die Wundkontrolle mit Entfernung der medizinischen Klebestreifen (SteriStrips) erfolgt eine Woche nach der Operation (üblicherweise beim Hausarzt). Meist wird eine Kontrolluntersuchung nach der Myom OP in 4 bis 6 Wochen vereinbart. Die Ergebnisse der feingeweblichen (histologischen) Untersuchung des entfernten Gewebes benötigen meist eine Woche und werden nach Erhalt meist telefonisch oder direkt besprochen.

Wie lange bin ich nach der Myom OP im Krankenstand?

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Bauchspiegelung

Nach einer Bauchspiegelung wird üblicherweise ein Krankenstand von zwei bis drei Woche empfohlen. Die Empfehlung hängt von den individuellen Voraussetzungen, der Operation, dem Wohlbefinden nach der Operation und der Belastung bei der Arbeit ab. Individuell kann die Empfehlung für den Krankenstand nach einer Bauchspiegelung auch kürzer oder länger sein.

 

Bauchschnitt

Bei einem Bauchschnitt wird ein Krankenstand von 6 Wochen empfohlen.

 

Gebärmutterspiegelung

Nach einer Gebärmutterspiegelung wird üblicherweise ein Krankenstand von 1 Woche empfohlen. Die Empfehlung hängt von den individuellen Voraussetzungen, der Operation, dem Wohlbefinden nach der Operation und der Belastung bei der Arbeit ab. Individuell kann die Empfehlung für den Krankenstand nach einer Gebärmutterspiegelung auch kürzer oder länger als eine Woche sein.

Welche Nachuntersuchungen sind nach der Myom OP notwendig?

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Bei einer Bauchspiegelung oder einem Bauchschnitt ist die erste Nachuntersuchung nach einer Woche notwendig zur Kontrolle der Wunden und Entfernung der medizinischen Klebestreifen (SteriStrips). Diese Kontrolle wird üblicherweise beim Hausarzt durchgeführt. Die Kontrolle bei der betreuenden Frauenärztin/beim betreuenden Frauenarzt wird meist 4 bis 6 Wochen nach der Operation empfohlen.

Können Myome nach der Operation wieder auftreten?

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Ja, Myome können nach einer Operation wieder auftreten. Die Häufigkeit ist von mehreren Faktoren abhängig:

  • Art der Operation: Bei einer Operation, bei der nur das Myom entfernt wird und die Gebärmutter erhalten bleibt, besteht das Risiko, dass neue Myome in der verbleibenden Gebärmutterwand wachsen könne. Das Risiko des Wiederauftretens hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Anzahl und Größe der ursprünglichen Myome und des Alters der Patientin zum Zeitpunkt der Operation.
  • Unentdeckte kleine Myome: Bei der Myom OP können winzige Myome, die während der Operation nicht gesehen oder gefühlt werden, in der Gebärmutter verbleiben. Diese können im Laufe der Zeit wachsen und später Symptome verursachen.
  • Neue Myome: Selbst, wenn alle vorhandenen Myome erfolgreich entfernt wurden, können in der Gebärmutter wieder neue Myome auftreten (vor der Menopause)
  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie): Bei einer Hysterektomie wird die gesamte Gebärmutter entfernt. Nach diesem Eingriff können keine neuen Myome in der Gebärmutter entstehen, da die Gebärmutter nicht mehr vorhanden ist.

Wann kann ich nach einer Myom OP wieder schwanger werden?

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Abhängig von der Größe, der Anzahl und dem Sitz der Myome wird meist eine Schwangerschaft frühestens 6 Monate nach einer Myom OP empfohlen. Bei einer Schwangerschaft unmittelbar nach einer Myom OP kann das Risiko für eine gestörte Einnistung der Nachgeburt und das Einreißen der Gebärmutterwand in der Schwangerschaft bzw. bei der Geburt erhöht sein.

Ist eine normale Geburt nach einer Myom OP möglich?

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Nach einer Myom Operation kann das Risiko des Einreißens der Gebärmutterwand während der Schwangerschaft oder während der Geburt etwas erhöht sein. Das Risiko hängt von der Größe und der Tiefe der Narbe nach der Myom Operation ab. Ihr Operateur wird mit Ihnen nach der Operation die Empfehlung für den Geburtsmodus im Falle einer Schwangerschaft (Geburt durch die Scheide oder Kaiserschnitt) besprechen.

 

Die Informationen basieren auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Erfahrungen des Autors. Sie ersetzen weder das ärztliche Gespräch noch die gynäkologische Untersuchung.

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Dieser Online-Ratgeber wurde von Univ.-Prof. Mag. Dr.med. Andreas Widschwendter eingerichtet, um unabhängig, seriös und auf dem neuesten Stand des Wissens über gynäkologische Operationen und Erkrankungen zu informieren.
Foto Univ.-Prof. Mag. Dr.med. Andreas Widschwendter